Am 27. November brach der Vulkan Mauna Loa auf Big Island von Hawaii – der größte aktive Vulkan der Welt – zum ersten Mal seit 38 Jahren aus. Dieser Ausbruch war etwas ganz Besonderes, da der Mauna Loa historisch gesehen sehr häufig ausbricht, im Durchschnitt alle sechs Jahre.

Als Direktor von CIFAL York, Kanadas erstem Zentrum für das Institut der Vereinten Nationen für Ausbildung und Forschung (UNITAR), nahm ich kürzlich an dem globalen Treffen der CIFAL-Direktoren in Honolulu, Hawaii teil, das von UNITAR und CIFAL Honolulu organisiert wurde.

Als Professor für Katastrophen- und Notfallmanagement mit Forschungsinteresse an Vulkanen hatte ich geplant, die Big Island zu bereisen, auf der sich einige der aktivsten Vulkane der Welt befinden, darunter Kilauea, Hualalai, Kohala und Mauna Loa. Zu meinem Erstaunen fiel mein Besuch mit dem Ausbruch des Mauna Loa zusammen.

Ich brauchte zwei Versuche, um endlich einen Blick auf die Eruption zu erhaschen. Mein erster Versuch am 3. Dezember wurde wegen schlechter Sicht vereitelt, verursacht durch Wolken, die den Vulkan bedeckten, und wegen fehlender Parkmöglichkeiten auf Nebenstraßen. Einige der Nebenstraßen wurden vorübergehend in Einbahnstraßen umgewandelt, um den Verkehr von der stark befahrenen, aber geordneten Hauptstraße in der Nähe des Vulkangipfels wegzuleiten.

Mein zweiter Versuch war erfolgreich. Ich verließ mein Hotel in der Stadt Hilo um 2 Uhr morgens und kam an der nächsten offenen Seitenstraße an, so nah wie möglich an der Eruptionsstelle. Der Himmel war klar, und die schönen und glühenden rötlichen Vulkanfahnen waren bis nach Hilo sichtbar.

Gefahrentourismus

Der Hawaii Volcanoes National Park und Vulkanausbrüche ziehen viele Touristen aus der ganzen Welt an, darunter Wissenschaftler, Naturfotografen und die Öffentlichkeit. Einige der aufgezeichneten menschlichen Auswirkungen von Vulkanausbrüchen auf Big Island werden dem Gefahrentourismus zugeschrieben.

Gefahrentourismus bezieht sich auf touristische Aktivitäten, die in der Nähe historischer oder bestehender natürlicher oder technologischer Gefahrenorte oder von Katastrophen betroffener Gebiete stattfinden. Vulkantourismus ist eine der beliebtesten Arten des Gefahrentourismus und umfasst die Beobachtung, Fotografie und Untersuchung aktiver Vulkane und ihrer geologischen und natürlichen Phänomene.

Vulkanausbrüche können entweder explosiv oder überschwänglich sein. Im Gegensatz zu explosiven Vulkanen, die Asche und Magma in die Atmosphäre schießen, sind die meisten hawaiianischen Eruptionen – einschließlich des Mauna Loa – für ihre nicht explosive und überschwängliche Natur bekannt. Dies bedeutet, dass sie weniger direkte Auswirkungen auf den Menschen in Form von Verletzungen und Todesfällen haben.

Effusive Vulkanausbrüche erzeugen während ihrer Eruptionen große Lavamengen, die langsam bergab in die Umgebung fließen. Diese Strömungen können Vegetation, Infrastruktur wie Straßen und Grundstücke beschädigen.

Während hawaiianische Vulkane keine Asche produzieren, produzieren sie eine riesige Menge vulkanischen Smogs, auch bekannt als Vog. Es enthält Schwefeldioxid, das für Menschen, insbesondere für Menschen mit Atemwegserkrankungen, tödliche Gesundheitsrisiken verursachen kann.

Sicherheitsmassnahmen

Mein Besuch fand in der Nebensaison statt, aber da wir uns der Urlaubsspitze nähern, wird erwartet, dass in den kommenden Tagen mehr Menschen Hawaii besuchen werden – insbesondere Big Island. Die Verwaltung der Besucher wird eine wichtige Aufgabe für die Behörden sein.

Bei Vulkanausbrüchen haben Notfallmanager zusätzlich die Aufgabe, den Gefahrentourismus zu managen. Dazu gehört die Bewältigung der Touristenmassen, die versuchen, so nah wie möglich an die Eruptionsorte heranzukommen.

Um die Risiken für Besucher zu verringern, ergreifen die Behörden auf Big Island bei Eruptionen mehrere Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehören die Beschränkung des Parkens auf bestimmten Abschnitten nahe gelegener Autobahnen, die Sperrung von Straßen und Wegen, die Lavaströmen und anderen vulkanischen Gefahren ausgesetzt sind, die Bereitstellung von Informationen für Besucher und die kontinuierliche Überwachung der Eruptionsaktivitäten.

Das Hauptziel der Behörden besteht darin, Besuchern die sichere Beobachtung der Vulkanaktivität zu ermöglichen. Während dies eine Planung durch die lokalen und staatlichen Behörden in Hawaii erfordert, erfordert es auch eine enge Zusammenarbeit und Aufmerksamkeit der Besucher für Sicherheitsverfahren und ein hohes Maß an Bereitschaft.

Wie Besucher vorbereitet werden können

Für Touristen ist es sehr wichtig, sich richtig auf Ausflüge vorzubereiten, um Vulkanausbrüche zu sehen. Besucher sollten genügend Zeit für ihren Besuch einplanen und mit Verzögerungen rechnen, je nachdem, wie viel Verkehr auf den Straßen und an den Standorten herrscht.

Touristen sollten den Verkehr und alle Sicherheitsrichtlinien und -rollen während ihrer Besuche verstehen und befolgen. Sie sollten angemessenes Schuhwerk für unwegsames Gelände, Kleidung für kühles und windiges Wetter in der Nacht tragen und Notfallausrüstungen einschließlich Taschenlampen für den Fall, dass es dunkel wird, mit sich führen.

Der Besuch von Naturgefahrenstellen birgt Risiken für Besucher. Einige dieser Gefahren sind sichtbar, wie Vog, und einige unsichtbar, wie erkaltete Lavaröhren, die beim Begehen einstürzen können, oder unsichtbare, aber giftige Gase.

Studien zeigen, dass die meisten Menschen, die solche Seiten besuchen, leider nicht richtig vorbereitet sind. Das Beobachten dieses erstaunlichen und spektakulären Naturphänomens wird für viele Menschen ein einmaliges Erlebnis sein, aber Besucher sollten sich der potenziellen Risiken bewusst sein, denen sie ausgesetzt sind Vulkangefahren und bereiten Sie sich auf den Besuch solcher Stätten vor.

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